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Choraufnahme mit mehreren (DV-) Camcordern

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Einleitung   Grundidee   Hauptkamera   Mobilkamera   Synchronisationsvorbereitung   Ton   Live   Organisation   Zusatzmaterial Filmen   Vorraussetzungen für den Schnitt   Synchronisation der Clips   Schnitt   DVD erstellen   Fazit

Ton

Der Ton ist bei einem Konzert naturgemäß das Wichtigste. Deshalb sind hier Qualität und Zuverlässigkeit besonders wichtig. Für eine Choraufnahme und auch für die meisten anderen Bühnenereignisse, ist es eine qualitativ gute Methode, ein externes Mikrofonpaar in der so genannten AB-Anordnung vor den Sängern aufzustellen. Diese Mikrofone werden dann an den Mikrofoneingang der Hauptkamera angeschlossen.

Um Brummen zu vermeiden, muss diese Verbindung mit symmetrischen Kabeln erfolgen. Da Consumer Camcorder in der Regel keine symmetrischen Mikrofoneingänge haben, wird ein Übertrager oder Mischpult möglichst nahe an der Kamera platziert. Dass die Verwendung von guten Mikrofonen sich lohnt, hat sich ja schon rum gesprochen. Auf keinen Fall sollten die eingebauten Mikrofone des Camcorders genommen werden. Diese würden die Nebengeräusche des Publikums viel zu laut aufzeichnen, und der Sound wäre sehr hallig.

Zusätzlich ist eine manuelle Aussteuerung des Aufnahmepegels an der Hauptkamera wünschenswert. Da das aber nur mit eher teuren Kameras geht, muss möglicherweise hier ein Kompromiss eingegangen werden.

Auch die Mikrofone müssen mit großer Sorgfalt platziert werden. Dabei gilt es, z. B. Störgeräusche durch Trittschall oder Klimaanlagen zu beachten (im vorliegenden Fall haben laufende Kinder, im Konzert kaum störend, deutliche Trittgeräusche auf’s Band gebracht).

Live

Und was ist, wenn irgendwas mit der Tonaufnahme schief ging? Ein Brummer, oder gar ein abgerissenes Kabel? Denn das besondere an dem Projekt ist, es ist einmalig. Es muss also alles funktionieren. Ein Notfallsystem, vorab Tests und ständige Kontrollen sind deshalb unerlässlich. Was nicht auf dem Band ist, kommt nie mehr wieder (und sagen Sie mal den 30 Sängern, dass die Aufnahme leider zur Hälfte ohne Ton ist…)

Deshalb auf jeden Fall noch einen Not-Ton aufzeichnen. Das kann ein Laptop mit Mikrofon, ein alter DAT Rekorder oder zumindest die Mobilkamera sein. Wer nicht genug Mikrofone hat, sollte durchaus über eine Mono Aufzeichnung nachdenken. Denn ein guter Monosound ist allemal besser als Suround mit Brummer oder Aussetzern. Und wird die Mobilkamera für den Backup verwendet, hängt man sich am besten ein Schild um auf dem steht „bitte nicht während der Aufnahme ansprechen“.

Organisation

Man will ja kein professionelles Filmteam mitnehmen, sondern nur mit etwas mehr Aufwand als sonst das Event aufzeichnen. Praktisch ist man also in der Rolle eines Einzelkämpfers, die große Gefahr der Überforderung birgt.

Also vorher Checklisten für alle Arbeiten und Materialien anfertigen. Immer wieder alles aufschreiben. Was ist auf welchem Band, was wollte ich noch aufnehmen… Das Projekt wird sich über eine lange Zeit ziehen, da vergisst man. Die Kassetten immer beschriften. Notizen über den Inhalt sparen später viel Suchzeit beim Bearbeiten. Unbedingt dran denken, Plakat, Programm und Namensliste der Künstler am Aufnahmetag mitzunehmen. Später ist wahrscheinlich zu spät.

Und natürlich die Akkus vorher laden. Alles vorher ausprobieren, insbesondere die Bedienung einer eventuell neuen Kamera. Falls das Event, bzw. ein Abschnitt länger als 60 Minuten dauert, 80er Kassetten besorgen. Strategie für das Wechseln der Kassetten und der Akkus überlegen. Vorsicht mit der Longplay (LP) Funktion. Diese sollte nicht verwendet werden, denn das erhöht wieder das Fehlerrisiko. Wenn überhaupt, dann nur wenn auch die original Kameras für die Überspielung zum PC zur Verfügung stehen.

Zusatzmaterial Filmen

Zusätzlich zu der eigentlichen Vorführung sollten unbedingt noch ein paar ergänzende Aufnahmen gemacht werden. Das Kommen der Gäste eignet sich gut für den Vorspann, eine Großaufnahme des Veranstaltungsplakates ist vielleicht der authentischste Titel. Pausenatmosphäre, in Blick in die Gardarobe und Bilder vom Zuschauerraum können beim Schnitt vielleicht noch gut gebraucht werden.

Auch die Aufnahmen von der Probe sollten nicht gleich gelöscht werden, vielleicht eignet sich ja die ein oder andere witzige Situation noch für einen Abspann a la „outtakes“.

Vorraussetzungen für den Schnitt

Ist die Aufnahme dann auf den DV Bändern gespeichert, beginnt der nächste Arbeitsschritt am heimischen Video PC. Dafür sind gewisse Anforderungen an den Schnitt-PC zu erfüllen.  Das Schnittprogramm muss Mehrspur Schnitt unterstützen, d.h. mindestens eine Spur pro Kamera, und es muss möglich sein, Clips zu trennen. Hardwareseitig bestehen hohe Anforderungen an die Festplattenkapazität. Für 2 Stunden Aufzeichnung mit 2 Kameras sind schon 48GByte (20min DV benötigen 4GByte) notwendig. Und dann soll ja alles nach dem Schneiden wieder gespeichert werden, also noch mal 24GByte. Und etwas Reserve ist natürlich auch notwendig.

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